Cyberkriminelle haben die Kreuzfahrt entdeckt

Hackerangriffe nehmen zu

Immer mehr Hackerangriffe treffen die Kreuzfahrtbranche: Neben AIDA Cruises, Costa und Carnival Corp. ist auch Hurtigruten zum Opfer geworden.

Auch die Kreuzfahrtbranche leidet unter Hackerangriffen (Foto: Kevin Ku / unsplash)

Bei AIDA Cruises, Rostock, brach vor kurzem das gesamte IT-System zusammen. Das sorgte dafür, dass Reisen abgesagt werden mussten. Auch die Muttergesellschaft Carnival Corp. hat es getroffen. Beide Unternehmen sind bei ihren Schadensmeldungen und bei Ergebnissen der Ursachenforschung sehr zurückhaltend. Das heizt verständlicherweise Spekulationen an. Handelt es sich tatsächlich um eine echte Hackerangriffe oder ist es eher Sabotage? Das gilt auch für Hurtigruten. Auch hier haben Hacker für größere Schäden gesorgt.

Cyberkriminelle nutzen dabei eine neue Taktik. Sie erpressen Unternehmen, indem sie Daten verschlüsseln. Zahlen die Opfer nicht, landen die Informationen im Netz. Ende 2019 gab es erste Fälle in Deutschland, im ersten Halbjahr 2020 stellten Cyberkriminelle bereits elf Prozent aller bekannt gewordenen Erpressungen – und die Tendenz ist weiter massiv steigend, heißt es in Fachkreisen.

Die Geiselnahme von Daten ist risikoarm und verspricht direkte Einnahmen. Dank der Kryptowährung Bitcoin, bei der Transaktionen schwer nachzuverfolgen sind, können Täter direkt abkassieren. Bei Schiffen sind die Schwachstellen schnell ausgemacht …